Lennart Kos – Balance und Harmony

Eine Woche im Eingangsbereich eines "Meditations Retreats". Hierher ziehen sich diejenigen zurück, die eine rauchen wollen. Oder die das Schweigegelübde nicht aushalten und reden müssen. Eslem ist zum ersten Mal dabei, Tanja ist Stammkundin, Älex ist – eher ungewöhnlich – mit seiner Mutter und seinem Opa Milan gekommen. Alle erhoffen sich etwas Besonderes von dem sehr teuren Aufenthalt. Auch wenn die Hoffnungen recht unterschiedlich sind. Aus Zufallsbekanntschaften wird eine Schicksalsgemeinschaft. Und nicht jede*r kommt hier lebend raus.

Eine funkelnde Komödie über die letzten Dinge: Vogelbeeren und Zigaretten, Leben und Tod, das Ende der Liebe und die Verantwortung fürs eigene Leben. Und natürlich über die Geister, die uns heimsuchen, wenn wir uns dem Schweigen entziehen. Oder eben nicht entziehen.

Lennart Kos wurde in Siegen geboren. Arbeitete über mehrere Jahre in der Regieassistenz am Theater Osnabrück und am Theater Bielefeld, studierte danach Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien, Szenisches Schreiben an der UdK Berlin und Dramaturgie an der HfS Berlin. 2025 wurde Lennart Kos an den Münchner Kammerspielen mit dem Internationalen Edith-und-Werner-Rieder-Preis für neue Dramatik ausgezeichnet.

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