NachSpielPreis

Alles zu den Aufführungen im Wettbewerb um den NachSpielPreis

April 2019. Der Wettbewerb um den NachSpielPreis findet zum achten Mal beim Heidelberger Stückemarkt statt, ein Wettbewerb für Aufführungen, die – im Sinne einer kontinuierlichen Autorenförderung – einen zweiten (oder dritten …) Blick auf ein neues Stück wagen. Die Theaterkritikerin Mounia Meiborg hat als Kuratorin drei Inszenierungen ausgewählt, die Stückemarkt-Jury wird unter ihnen einen Preis vergeben: Die beste Inszenierung gastiert im Rahmenprogramm der Autorentheatertage 2020 am Deutschen Theater Berlin.

Auch in diesem Jahr hat nachtkritik.de die Regisseur*innen der eingeladenen NachSpielPreis-Inszenierungen wieder zu Gesprächen getroffen:

DIESEMAUER2741 250 Jan Bosch u"Diese Mauer fasst sich selbst zusammen ..." 
© Jan Bosch

Diese Mauer fasst sich selbst zusammen ...
von Miroslava Svolikova

In einem klinisch weißen Raum irgendwo zwischen Sanatorium und Scientology-Zentrale treffen sich drei Vertreter des Kulturprekariats, um einen ominösen Auftrag zu erfüllen. Eine Art Ausschreibung, eine Mission, der sich die drei fügen und hoffen, durch ihre Anstrengung tauglich zu sein für höhere Aufgaben. Über den Assoziationsreichtum von Miroslava Svolikovas Stück sprach Shirin Sojitrawalla mit Regisseurin Eva Lange, die Svolikovas Stück in Marburg inszeniert hat.

DerZornderWaelder07 250 Konrad Fersterer u"Der Zorn der Wälder" © Konrad Festerer

Der Zorn der Wälder
von Alexander Eisenach

Eines Nachts verschwindet Henry Carson spurlos, der Privatdetektiv Pritchet hat damit einen neuen Fall. Autor Alexander Eisenach spielt in Der Zorn der Wälder mit Klischees aus dem Film Noir und fragt, wie der Mensch handeln kann im unaufhörlichen Fortschrittsstrudel. Gibt es ein "weiter so"? Gilt es, sich zurückzuziehen, oder muss doch der kollektive Aufschrei her? Cornelia Fiedler sprach mit Regisseur Kieran Joel darüber, wie er in seiner Nachinszenierung am Staatstheater Nürnberg mit dem Stück umgegangen ist.

paradies spielen 250 Thomas M Jauk u"paradies spielen" © Thomas M. Jauk

paradies spielen
von Thomas Köck

Ein Mann liegt mit Verbrennungen im Koma. Zwei chinesische Wanderarbeiter stranden in Italien und eine Gruppe Reisender bemerkt im ICE, dass der Zug in keinem Bahnhof mehr hält. Thomas Köck führt in paradies spielen Klimakrise, Kapitalismus und Globalisierung zusammen in einer ideenreichen, hochtourigen Sprechoper, zwischen distanziertem Vorführen und empathischer Figureneinfühlung. Wie Regisseur Regisseur Moritz Peters das Stück in seiner Potsdamer Nachinszenierung angepackt hat, darüber sprach Simone Kaempf mit ihm.